Wie wir arbeiten
Seit 2010 arbeiteten das Institut für Kind, Jugend und Familie, INPUT, EKIZ und alpha nova im Sozialraum 2 – den Bezirken Jakomini, Liebenau und St. Peter – nach dem Konzept der Sozialraumorientierung zusammen. Dieses Konzept geht auf den deutschen Sozialarbeitswissenschaftler Prof. Wolfgang Hinte zurück.
Seit 2015 waren die genannten privaten Einrichtungen in der Arbeitsgemeinschaft Sozialraum 2 (kurz: ARGE SR2) organisiert. Das Institut für Kind, Jugend und Familie ist seit Ende 2025 nicht mehr Teil dieser Zusammenarbeit.
Das Konzept der Sozialraumorientierung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Nicht die Menschen sollen verändert werden, sondern ihre Lebensverhältnisse sollen so gestaltet werden, dass sie mit ihren eigenen Möglichkeiten ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Dabei stehen die Ziele, Anliegen und der Wille der Klient:innen im Vordergrund.
In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Familie wird flexibel auf die Ziele der jeweiligen Familie reagiert. Passgenaue Hilfen werden gemeinsam mit der Familie entwickelt. Im Zentrum der Arbeit stehen die Selbstaktivierung der Familie sowie die Hilfe zur Selbsthilfe.
Zentrale Aufgaben sind es, Familien wieder handlungsfähig zu machen, sie aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zu beteiligen und ihnen in schwierigen Lebenssituationen frühzeitig Unterstützung anzubieten.
Der Fokus liegt dabei nicht auf den Defiziten der Familie, sondern auf ihren Stärken. Jede Familie verfügt über persönliche, soziale, infrastrukturelle und materielle Ressourcen. Diese sichtbar zu machen und für die Familie nutzbar werden zu lassen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit.
Die Tätigkeit der ARGE SR2 geht über die direkte Arbeit mit Familien hinaus. Ein weiterer zentraler Auftrag besteht darin, den Sozialraum sowie die dort vorhandenen Ressourcen zu kennen, zu aktivieren und nutzbar zu machen sowie bestehende Bedarfe zu erheben. Dazu zählen unter anderem persönliche, soziale, infrastrukturelle und materielle Ressourcen wie Nachbar:innen, Plätze, Räume, engagierte Personen, Verwandte, Organisationen oder Vereine. Insbesondere im Zusammenspiel mit ehrenamtlichem Engagement kommt diesen Ressourcen eine große Bedeutung zu.