SEnsoMOtorische Wahrnehmungsförderung (SEMO) –

die Welt mit allen Sinnen begreifen

 

 

Was ist sensorische Integration?

Unter sensorischer Integration versteht man das Zusammenspiel unserer Sinne zum Zweck, Reize unterschiedlicher Art, die auf uns einwirken, so zu verarbeiten, dass wir uns und unsere Umwelt richtig wahrnehmen und angemessen reagieren können. Diese Verarbeitung geschieht durch Speichern, Ordnen und Vergleichen.

Wenn wir im Zusammenhang mit sensorischer Integration von den Sinnen sprechen, meinen wir nicht nur die allgemein bekannten 5 Sinne (sehen, hören, spüren, riechen und schmecken), sondern es kommen noch zwei Sinne dazu, nämlich die Eigen-/Tiefenwahrnehmung und der Gleichgewichtssinn.

 

Je vielfältiger wir die Wahrnehmungsangebote für unsere Kinder gestalten,desto stabiler wird ihre Basis für Lernfähigkeit und soziales Verhalten. Optimale Voraussetzungen für diese sensomotorische Wahrnehmungsförderungbieten wir den Kindern an unseren 14-tägigen SEMO-Nachmittagen im Turnsaal der Volksschule Schönau.

 

Was passiert am SEMO-Nachmittag?

 

Die Kinder...

... finden verschiedene Stationen vor, die ihnen neue Erfahrungen im Bereich der
    Körperwahrnehmung ermöglichen: Hirse- oder Bohnenwanne zum schütten, graben und  fühlen; Regentonne zum Rollen, darin Drehen und Verstecken; Massagestation; Cremerutsche und Turngeräte zum Schaukeln, Klettern, Rutschen.

... entscheiden sich frei, auf welches Angebot sie sich einlassen wollen

... arbeiten an den einzelnen Stationen selbstständig - ohne Leistungsdruck, so
    intensiv, wie es für sie selbst passend ist. „Nur beobachten“ ist auch erlaubt!

 

Die Eltern...

... dürfen ihr Kind in seinem Tun beobachten und begleiten, sollten aber möglichst
     keine Anweisungen geben
... greifen nur ein, wenn das Kind eindeutig eine Hilfestellung benötigt oder einfordert
   (z.B. wenn das Kind massiert werden möchte)

... dürfen aktiv am Anfangs- und Schlussritual teilnehmen

 

 

 


 

 

Therapeutische Jugendgruppe – Miteinander die eigenen Ressourcen und Stärken kennenlernen

 

 

Im Gruppensetting werden Jugendliche im Alter von 10-13 Jahren mit ähnlichen Problemen und Schwierigkeiten im Aufbau ihrer sozial-emotionalen Kompetenzen unterstützt, Selbstwert und Selbstbewusstsein werden gestärkt, die Impulskontrolle und der Umgang mit negativen Emotionen werden trainiert. Dabei spielen Selbst- und Fremdwahrnehmung, sowie unmittelbar gehörtes oder erlebtes Feedback eine ebenso entscheidende Rolle. Sie lernen im spielerischen Kontext neue Handlungsalternativen kennen und können selbige im geschützten Rahmen ausprobieren und festigen.

Spaß und positive Erfahrungen, sowie das Lernen von- und miteinander stehen dabei im Vordergrund, das Gemeinsamkeitsgefühl wird gestärkt und es wird Raum für positive Begegnungen geschaffen.

 


 

Gemeinsam Stark

 

Schule schwänzen, Abgängigkeit, Missachtung von Regeln, selbstverletzendes oder delinquentes Verhalten oder Drogenkonsum sind nur einige Beispiele, mit denen Eltern konfrontiert sein können. Die Eltern fühlen sich sehr oft überfordert, sind hilflos im Umgang mit ihren jugendlichen Kindern und es fällt ihnen schwer, sich Hilfe zu suchen, da sie sich als Versager oder schuldig fühlen. Ihre erzieherische Autorität ist erschüttert – die elterlichen Regeln werden nicht eingehalten und die Jugendlichen verhalten sich unverhältnismäßig selbstbestimmt – mit oft schwerwiegenden Konsequenzen.

Nach einer Einführung in die Grundlagen der „Neue Autorität“ nach Haim Omer treffen sich die Eltern 14 tägig, um angeleitet von erfahrenen Experten und Expertinnen über die Schwierigkeiten, Herausforderungen aber auch über ihre Fortschritte bezüglich ihrer Ziele zu besprechen und sich darüber auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Durch die Anleitung der Fachpersonen soll Stärke (wieder-)erlangt werden, sodass sie als Eltern wieder präsent sein können. D.h. sie können dem Fehlverhalten ihrer Kinder entgegen treten, sie erleben sich als handlungsfähig, positive Erlebnisse mit ihren Kindern werden wieder möglich und Beziehung kann aufgebaut bzw. gefestigt werden.

 


 

 

SchulAktiv
 
Was ist „SchulAktiv“?
SchulAktiv ist ein Projekt, das durch Präsenz, Beharrlichkeit und Transparenz den regelmäßigen Schulbesuch wieder fördern sollte und die Kindeseltern dabei unterstützt, ein Netzwerk an Ressourcen aufzubauen, um den Schulbesuch der Kinder selber organisieren zu können.
 
SchulAktiv ist ein morgendlicher Präsenzbesuch, bei dem es darum geht die Kinder/Jugendlichen durch regelmäßigen Besuch und stetige Präsenz  mit der Problematik zu konfrontieren und sie dabei positiv unterstützen wieder in die Schule zu gehen.
Am Beginn des Projekts werden die Besuche von MitarbeiterInnen der Arbeitsgemeinschaft des Sozialraum2 durchgeführt. Nach einiger Zeit sollen die Kindeseltern und etwaige soziale/sozialräumliche Ressourcen hinzugezogen werden, die die Mitarbeiter der ARGE in den wöchentlichen Routen begleiten, um die Beharrlichkeit und Transparenz noch mehr zu stärken. 
 
Durch die regelmäßigen Besuche wird den schulverweigernden Kindern und Jugendlichen eine beharrliche Aufforderung zur Einhaltung der Schulpflicht vermittelt. Gleichzeitig wird ihnen und den Kindeseltern auf wertschätzende und positive Weise Unterstützung angeboten.
 
 
 
 
 
 

Tagesstruktur am Institut für Kind, Jugend und Familie



Im Rahmen des Projektes „Tagesstruktur" werden den teilnehmenden Jugendlichen in erster Linie die wichtigsten berufsbezogenen Basisfertigkeiten vermittelt und trainiert, mit dem Ziel, ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Pünktlichkeit, entsprechende Umgangsformen wie Höflichkeit und gegenseitiger Respekt, Verlässlichkeit, Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme sind exemplarische Beispiele grundlegender Kompetenzen, die im Zuge der Tagesstruktur erlernt und gefördert werden. Durch das Arbeitstraining haben die Jugendlichen die Möglichkeiten, sich selbst und ihre Fertigkeiten in einer realitätsnahen Berufssituation zu erproben. Darüber hinaus kann der richtige Umgang mit Vorgesetzten und KollegInnen geübt und trainiert werden. Die Vorgabe von Aufgabenstellungen erfolgt innerhalb eines klar strukturierten Rahmens mit einfachen Regeln, auf deren konsequente Einhaltung großer Wert gelegt wird.

Die Aufgabenstellungen in der Tagesstruktur sind vielseitig und breitgefächert und reichen von Kopieren, über Kochen bis hin zu Malertätigkeiten, um nur einige Beispiele zu nennen. Durch eine Aufwandsentschädigung bekommen die Jugendlichen auch direkt den Wert ihrer Arbeit zu spüren.
Des Weiteren können die Jugendlichen ihre „Arbeitszeit" in der Tagesstruktur auch für die gezielte Vorbereitung ihres zukünftigen Berufslebens nutzen. So werden beispielsweise Lehrstellen gesucht, Bewerbungen und Lebensläufe geschrieben, Vorstellungsgespräche geübt, AMS- und Vorstellungstermine wahrgenommen.
Geleitet und betreut wird das Arbeitstraining von ausgebildeten PsychologInnen und PädagogInnen, die den Jugendlichen stets mit Rat und Tat unterstützend zur Seite stehen.

 

                           Fotos: (c) Marija Kanizaj

 


 

 

ELTERN - KIND - GRUPPEN im

KINDERGARTEN ANDERSENGASSE

 

 

Entstehungsgeschichte: Im Kindergarten Andersengasse wurde im Zuge von Vernetzungsgesprächen 2013 erhoben, dass es einige Kinder gibt die in sozialen Situationen Schwierigkeiten haben. Zudem wurde berichtet, dass es den Kindeseltern häufig nicht möglich sei, Defizite ihrer Kinder zu erkennen und sie dementsprechend in ihrer Entwicklung zu fördern.

Daraus entstand das FuA Projekt „KiGa Andersengasse“ das sich laufend weiterentwickelt und adaptiert. Im Schuljahr 2015/2016 finden wöchentlich 3 Eltern-Kind-Gruppen in den Turnsäalen des Kindergartens statt.

Dabei geht es vor allem um:

  • Positive Interaktion von Eltern und Kinder

  • Eltern erkennen was ihr Kind gut kann und wo ihr Kind noch Übung braucht

  • Selbstwertstärkung

  • Gruppenintegration

  • altersadäquater Umgang mit Frustrationen

  • Aufbau und Stärkung der Erziehungskompetenzen der Eltern

  • Austausch - Eltern geben Eltern Tipps!

 

MitarbeiterInnen des Projektes „Freiwillig Aktiv“ unterstützt das Projekt bei Bedarf um Geschwisterkinder zu betreuen. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken!

 

Das Angebot ist ausschließlich für Familien des Kindergartens Andersengasse.

 

 


 

 

Freiwillig Aktiv

 

 

Immer wieder kommen Familien durch Krankheit, plötzlichen Verlust eines lieben Menschen oder durch andere unvorhergesehene Umstände in herausfordernde Situationen, die sie alleine kaum meistern können. Um Familien in solchen Situationen rasch und flexibel unterstützen zu können, wurde das Projekt Freiwillig aktiv ins Leben gerufen.

Freiwilligen, die Spaß an der Begleitung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen haben, werden in einer dreiteiligen Einschulungsreihe wichtige Grundlagen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie Erste-Hilfe-Kenntnisse vermittelt.

 

 

Die Aufgabenfelder für die freiwillige Mitarbeit in den Familien können umfassen:

  • Kinderbetreuung
  • Hol- und Bringdienste
  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen beim Lernen

 

Das Zeitausmaß kann sehr unterschiedlich von wenigen Stunden bis mehrmals wöchentlich sein und kann mit den Familien je nach Bedarf vereinbart werden. Die Unterstützung der Familien durch die Freiwilligen wird durch die Projektverantwortlichen organisiert und professionell begleitet.

 

Möchten auch Sie im Rahmen von Freiwillig aktiv Familien in Liebenau, St.Peter oder Jakomini unterstützen? Dann kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf Sie!

 

Kontaktperson:

MMag.a Daniela Omann

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Tel.: 0699 160 300 08